{"id":996,"date":"2010-12-21T09:38:00","date_gmt":"2010-12-21T08:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/?p=996"},"modified":"2010-12-21T09:38:00","modified_gmt":"2010-12-21T08:38:00","slug":"ratgeber-druck-folge-5-der-farbmodus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/ratgeber-druck-folge-5-der-farbmodus\/996\/","title":{"rendered":"Ratgeber Druck &#8211; Folge 5 &#8211; Der Farbmodus"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Farbmodus und seine Bedeutung f\u00fcr den Druck<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man sich mit Farben in Druckangelegenheiten besch\u00e4ftigt, so begegnet einem eine Vielfalt von Begriffen: Farbraum, Farbmodus, Colormanagement, RGB, CMYK, L*a*b, ICC-Profil, RAL, HKS, Pantone &#8230;<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nachfolgend versuchen, etwas \u00dcbersicht in die komplizierten Zusammenh\u00e4nge der Farbwiedergabe hineinzubringen, werde mich aber auf die wesentlichen Dinge konzentrieren, die f\u00fcr die gelegentliche Erstellung von Drucksachen von Belang sind.<\/p>\n<p>Farben k\u00f6nnen auf unterschiedliche Art erzeugt werden. Durch Mischung von Licht als Lichterfarben (additives Farbsystem &#8211; z. B. Monitor) oder die Verwendung von Farbmitteln auf einem Tr\u00e4germaterial als K\u00f6rperfarben (subtraktives Farbsystem &#8211; z. B. Druck).<\/p>\n<p>Durch die selbstleuchtenden Eigenschaften der additiven Farbmischung entsteht ein hoher Kontrastumfang. Die Strahlkraft dieser Luminanz (hervorgerufen z. B. durch die Phosphorleuchtpunkte des Monitors) vermittelt nicht nur einen hohen Sch\u00e4rfeeindruck, sondern l\u00e4sst auch Farbdarstellungen zu, die nur durch additive Farbmischung m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Bei der subtraktiven Farbmischung k\u00f6nnen, weil andere Prim\u00e4rfarben benutzt werden, andere Farben als bei der additiven Farbmischung dargestellt werden. Die Farbr\u00e4ume von Ger\u00e4ten mit additiver (Monitore) und subtraktiver (Drucker) Farbmischung unterscheiden sich grunds\u00e4tzlich. Beide beeinhalten andererseits auch viele Farben, die sie gemeinsam darstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist deshalb von Vorteil, ein Farbmodell von Prim\u00e4rfarben zu haben, das standardisiert und festgelegt ist. Ein solches standardisiertes Modell ist das sogenannte CIE-System, das die drei Grundfarben (Rot, Gr\u00fcn und Blau) systematisch ausw\u00e4hlt und mit speziellen Koordinaten versieht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1003\" title=\"spektralfarben_CIE-system\" src=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/spektralfarben_CIE-system1.jpg\" alt=\"spektralfarben_CIE-system\" width=\"400\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/spektralfarben_CIE-system1.jpg 400w, https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/spektralfarben_CIE-system1-287x300.jpg 287w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Der Spektralfarbenzug des CIE-Systems. Die Farbfl\u00e4che stellt die Farben dar, die auf gestrichenem Papier gedruckt werden k\u00f6nnen. Das schwarze Dreieck enth\u00e4lt die Farben, die ein Bildschirm wiedergeben kann. Die \u00e4u\u00dfere gebogene Linie enth\u00e4lt die Farben, die das Auge sehen kann.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst noch einmal zur\u00fcck zum additiven bzw. subtraktiven Farbsystem.<\/p>\n<p>Das additive Farbsystem verwendet Kombinationen aus Rot, Gr\u00fcn und Blau, um die Farben des Spektrums wiederzugeben. Gleiche Anteile von rotem, gr\u00fcnem und blauen Licht ergeben wei\u00dfes Licht. Sind die Lichtanteile alle gleich null, so erhalten wir schwarz. Dieses System wird benutzt, um ein Bild zu scannen oder digital zu fotografieren und auf dem Monitor wiederzugeben. Man bezeichnet es als RGB-Modell, benannt nach den ersten Buchstaben der Prim\u00e4rfarben.<\/p>\n<p>Der Wertebereich f\u00fcr R, G, B kann unterschiedlich festgelegt sein. Die klassische Darstellung l\u00e4sst Werte zwischen 0 und 1 zu (entspricht 0% bzw. 100%). Computerorientierte Anwendungen orientieren sich an der Form der Abspeicherung, z.B. bei 8 Bit pro Kanal ergibt sich ein Wertumfang von 0 &#8230; 255.<\/p>\n<p>Das subtraktive Farbsystem verwendet Cyan, Magenta und Gelb (Yellow). Durch Mischen dieser Farben entsteht \u201eSchwarz&#8221;. Dieses System ist die Grundlage der Druckfarbendarstellung. Man bezeichnet Cyan, Magenta und Gelb als Prozessfarben.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Werte liegen von 0% bis 100% f\u00fcr jede der vier einzelnen Farben. Dabei steht 0% f\u00fcr unbedruckt und 100% f\u00fcr eine Volltonfl\u00e4che.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1000\" title=\"additives + subtraktives farbsystem\" src=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/additives-+-subtraktives-farbsystem1.jpg\" alt=\"additives + subtraktives farbsystem\" width=\"413\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/additives-+-subtraktives-farbsystem1.jpg 413w, https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/additives-+-subtraktives-farbsystem1-300x153.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><\/p>\n<p>Der gravierenste Mangel des subtraktiven Sytems besteht darin, dass 100% von Cyan, Magenta und Gelb kein wirkliches tiefes Schwarz ergeben, sondern eher ein dunkles Braun. Aus diesem Grunde wird in der Praxis als 4. Farbe Schwarz hinzugegeben, weshalb man dieses System dann als CMYK bezeichnet.<\/p>\n<p>Das \u00abK\u00bb in der Abk\u00fcrzung CMYK r\u00fchrt weder von <em>K<\/em>ontrast noch blac<em>K<\/em> her. Im englischsprachigen Offsetdruck bezeichnet <em>K<\/em> die <em>key plate<\/em> (\u201eSchl\u00fcsselplatte&#8221;), die schwarz druckende Platte, an deren Grundlinie die drei farbigen Platten ausgerichtet werden.<\/p>\n<p>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei noch erw\u00e4hnt, dass es sowohl mehrere RGB-Farbr\u00e4ume gibt (z. B. sRGB, Adobe-RGB, Adobe-Wide-Gamut-RGB, &#8230;) als auch verschiedene CMYK-Farbr\u00e4ume (in Europa: Euroskala oder ISO-Skala, in den USA: SWOP-Standard).<\/p>\n<p>Von Bedeutung ist dieser Umstand bei der notwendigen Umwandlung von gescannten oder fotografierten Bildern (RGB) in f\u00fcr den Druck notwendigen CMYK-Modus. Denn nur Bilder im CMYK-Modus k\u00f6nnen farbrichtig gedruckt werden. Werden versehentlich RGB-Bilder in das Layout eingebunden, so k\u00f6nnen st\u00e4rkere Farbabweichungen im Druckergebnis auftauchen. Druckereien weisen Reklamationen diesbez\u00fcglich konsequent zur\u00fcck. Eine abschlie\u00dfende Kontrolle vor \u00dcbergabe der Druckdateien ist in dieser Hinsicht unbedingt n\u00f6tig. Auf die konkreten Kontrollm\u00f6glichkeiten in den einzelnen Programmen werde ich in einem sp\u00e4teren Artikel eingehen.<\/p>\n<p>&#8211; wird fortgesetzt &#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man sich mit Farben in Druckangelegenheiten besch\u00e4ftigt, so begegnet einem eine Vielfalt von Begriffen: Farbraum, Farbmodus, Colormanagement, RGB, CMYK, L*a*b, ICC-Profil, RAL, HKS, Pantone &#8230;<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/ratgeber-druck-folge-5-der-farbmodus\/996\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17,101],"tags":[298,301,296,303,294,3,302,300,178,297,295,299],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=996"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1007,"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996\/revisions\/1007"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/ratgeber-druck\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}