{"id":82,"date":"2012-08-01T15:19:46","date_gmt":"2012-08-01T13:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dtpwerbung.de\/besser-leben\/?p=82"},"modified":"2012-08-01T15:19:46","modified_gmt":"2012-08-01T13:19:46","slug":"besser-leben-nur-mit-stetem-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/besser-leben\/besser-leben-nur-mit-stetem-wachstum\/","title":{"rendered":"Besser leben &#8211; nur mit stetem Wachstum?"},"content":{"rendered":"<h3>St\u00e4ndiges wirtschaftliches Wachstum = besser leben?<\/h3>\n<p>Besser leben bedeutet f\u00fcr viele: immer mehr produzieren, st\u00e4ndig neue Produkte herstellen &#8211; &#8220;permanentes Wachstum&#8221; \u00a0ist das Zauberwort &#8230;<br \/>\nAuch jetzt in der Eurokrise scheint ein Ausweg nur m\u00f6glich, wenn die hoch verschuldeten L\u00e4nder wieder ihr Wirtschaftswachstum ankurbeln.<\/p>\n<p>Der Oldenburger \u00d6konom <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-Wirtschaft-muss-schrumpfen-article6810481.html\">Professor Paech<\/a> sieht das ganz anders. Seiner Meinung nach ist Wachstum nicht Garant f\u00fcr eine positive Entwicklung, sondern die Ursache der st\u00e4ndigen Krisen. Und &#8211; ein Umdenken wird einsetzen m\u00fcssen &#8211; entweder die Menschen gestalten eine sogenannte Postwachstums\u00f6konomie \u00a0oder sie wird desastr\u00f6s \u00fcber uns hereinbrechen.<\/p>\n<div id=\"attachment_88\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/besser-leben\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/pinwheel-4523_640.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-88\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-88\" title=\"Besser leben - die Grenzen des Wachstums anerkennen \" src=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/besser-leben\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/pinwheel-4523_640.jpg\" alt=\"Besser leben - die Grenzen des Wachstums anerkennen \" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.dtpwerbung.de\/besser-leben\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/pinwheel-4523_640.jpg 640w, https:\/\/www.dtpwerbung.de\/besser-leben\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/pinwheel-4523_640-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-88\" class=\"wp-caption-text\">Besser leben - die Grenzen des Wachstums anerkennen<\/p><\/div>\n<p>Schon 1972 erregte der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Club_of_Rome\">Club of Rome<\/a> Aufmerksamkeit mit seinem Bericht &#8220;Die Grenzen des Wachstums&#8221;. Schon damals wurde aufgezeigt, dass wirtschaftliche Wachstum Grenzen hat, die durch die Begrenztheit von Ressourcen und sch\u00e4dliche Auswirkungen auf die Umwelt bestimmt werden.<br \/>\nDamit sollte das Bewusstsein der Menschen wachger\u00fcttelt und die Diskussion um Zukunftsverantwortung und Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Handeln angeregt werden.<br \/>\nSeit 1972 wurden neben anderen Publikationen 33 sogenannte \u201eBerichte an den Club of Rome\u201c angenommen, die sich mit verschiedenen Themen vor allem unter dem Aspekt der zuk\u00fcnftigen Entwicklung befassen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Wie soll man aber unseren Wohlstand einigerma\u00dfen sichern, wenn die Wirtschaft nicht mehr wachsen darf oder sogar schrumpfen soll?<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-Wirtschaft-muss-schrumpfen-article6810481.html\"> Professor Paech<\/a> meint hierzu: <em>&#8220;Es geht nicht um die Sicherung des momentanen Wohlstandes, sondern eine andere Verteilung des vielleicht nur noch halb so gro\u00dfen Wohlstandes. Ein zentraler Schl\u00fcssel liegt in der Arbeitszeit. Wir m\u00fcssen Abschied vom 40-Stunden-Dogma nehmen und stattdessen eine Halbtagsgesellschaft anpeilen. Dann kann der R\u00fcckgang der in Geld gemessenen Wertsch\u00f6pfung in gewisser Weise abgefedert werden. Dies senkt das Konsumniveau, welches jedoch im Rahmen der 20 freigesetzten Stunden durch eigene Leistungen erg\u00e4nzt werden kann.&#8221;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Daf\u00fcr schl\u00e4gt er verschiedene Konzepte vor. Zum Beispiel das Konzept der Gemeinschaftsnutzung von hochwertigen Konsumg\u00fctern, wie z.B. Auto, Rasenm\u00e4her oder Digitalkamera.<br \/>\nAu\u00dferdem geht es um eine Nutzungsdauerverl\u00e4ngerung von hochwertigen G\u00fctern. Nicht nach kurzer Zeit wegwerfen und etwas Moderneres kaufen, sondern durch Pflege und Reparaturen daf\u00fcr sorgen, dass diese Produkte l\u00e4nger halten und genutzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAuch die verst\u00e4rkte Eigenproduktion von verschiedenen Dingen, wie z.B. Obst und Gem\u00fcse, K\u00e4se oder handwerklichen Kleinprodukten w\u00e4re denkbar und durch die gr\u00f6\u00dfere Freizeit bei einer verringerten Arbeitszeit durchaus machbar. W\u00e4re das nicht auch eine Art <strong>&#8220;besser leben&#8221;<\/strong>?<\/p>\n<blockquote><p>Nat\u00fcrlich m\u00fcssen bestimmte Grundbed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt sein.<br \/>\nAber wie sagt <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-Wirtschaft-muss-schrumpfen-article6810481.html\">Professor Paech<\/a>: <em>&#8221; &#8230;die Aufnahmekapazit\u00e4t eines Menschen f\u00fcr st\u00e4ndig neuen Kram ist nicht unbegrenzt steigerbar. Aufmerksamkeit und Konzentration sind knappe Ressourcen, so dass Menschen auf eine Obergrenze f\u00fcr das sto\u00dfen, was sie noch gl\u00fcckstiftend verarbeiten k\u00f6nnen.<strong>\u00a0<\/strong>Und meine These ist, dass wir in Europa diese Obergrenze erreicht haben. Jenseits davon kann Konsum unzufriedener machen, weil Stress und Fl\u00fcchtigkeit \u00fcberhand nehmen.&#8221;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Also besser leben mit Bescheidenheit und der Aufgabe von lieb gewonnenen Mobilit\u00e4ts- und Konsumstrukturen &#8230;?<\/p>\n<p><strong>Die Diskussion ist hiermit er\u00f6ffnet!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4ndiges wirtschaftliches Wachstum = besser leben? 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