Ratgeber Druck

Über Drucken und Druckereien …

Druckverfahren – Definitionen (Wikipedia)

Mittwoch 7. Dezember 2016 von admin

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Die nachfolgende Übersicht ermöglicht einen Einblick über die wichtigsten professionellen Druckverfahren.
Beim in Anführungsstrichen gestellten Text handelt sich um Zitate von Wikipedia.

Offsetdruck

Der Offsetdruck (englisch set off ‚absetzen‘ oder offset ‚abgesetzt‘ im Sinne von ‚übertragen‘) ist ein indirektes Flachdruckverfahren und die am weitesten verbreitete Drucktechnik im Bücher-, Zeitungs-, Werbe- und Verpackungsdruck. Bei indirekten Druckverfahren kommen die Druckplatte und der Druckträger nicht miteinander in Berührung. Die Farbe wird erst auf einen Gummituchzylinder und dann auf den Bedruckstoff übertragen. So wird die Druckplatte geschont, und es kann eine breite Palette von Bedruckstoffen bedruckt werden, beispielsweise Papier, Karton, Kunststoff(folien), Glas und Keramik, Bleche und durch den wasserlosen Offsetdruck auch DVDs.”

Digitaldruck

Digitaldruck (auch kurz „Digidruck“) bezeichnet eine Gruppe von Druckverfahren, bei denen das Druckbild direkt von einem Computer in eine Druckmaschine übertragen wird, ohne dass eine statische Druckform benutzt wird. Bei dem Drucksystem handelt es sich meist um ein elektrofotografisches Drucksystem wie einen Laserdrucker, der für hohe Auflagenzahlen konstruiert ist. Auch andere Verfahren finden Verwendung, beispielsweise Tintenstrahldruck für großformatige Plakate und Poster.
Anders als zum Beispiel im Offsetdruck wird beim Digitaldruck keine feste Druckvorlage (Druckform) benötigt, so dass jeder Bogen anders bedruckt werden kann (NIP = Non Impact Printing). Das auch als Direct Digital Printing (DDP) bezeichnete Verfahren ermöglicht personalisierte Drucke wie Rechnungen, Kreditkartenabrechnungen, Kontoauszüge oder auch gezielt auf den Empfänger abgestimmte Werbung (siehe Direktmarketing). Außerdem können mehrseitige Dokumente ohne Wechsel der Druckform sofort in der richtigen Reihenfolge gedruckt werden, ein späteres Zusammentragen (Sortieren) entfällt.”

Siebdruck

“Der Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird. An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Druckbild entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, werden die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht.

Im Siebdruckverfahren ist es möglich, viele verschiedene Materialien zu bedrucken, sowohl flache (Folien, Platten etc.) als auch geformte (Flaschen, Gerätegehäuse etc.). Dazu werden je nach Material spezielle Druckfarben eingesetzt. Hauptsächlich werden Papiererzeugnisse, Kunststoffe, Textilien, Keramik, Metall, Holz und Glas bedruckt. Das Druckformat reicht – je nach Anwendung – von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern.”

Lichtdruck

Wie der Name schon sagt wird beim Lichtdruck mit Hilfe von Tageslicht oder künstlichem Licht gedruckt. Hierbei macht man sich die Eigenschaft von Gelatine zum Vorteil, unter Behandlung von bestimmten Salzen unter Lichteinfluss die Oberfläche anzupassen und so Farbe aufzunehmen oder zu absorbieren.
Durch die verlustfreie Druckqualität gilt der Lichtdruck als die edelste und vollendetste Reproduktionstechnik. Allerdings bedeutet dies auch dass die Kosten im Vergleich zum heute gegenwärtigen Digitaldruck und Offsetdruck deutlich teurer sind. Denn beim Lichtdruck Verfahren werden die Farben immer noch per Hand auf Gelatineschicht aufgetragen.

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Die Welt der Druckverfahren: Einzigartig, vielfältig!

Samstag 6. Oktober 2012 von admin

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Die Drucktechnik hat sich in den letzten fünfzig Jahren tiefgreifend verändert. Durch technische Fortschritte bei der Herstellung der Druckvorlagen und durch den Wandel in der Computerindustrie lässt sich der Reproduktionsprozess um ein vielfaches beschleunigen.

Die Vielfalt der einzelnen Druckverfahren

Das Schema Fläche gegen Fläche ist das älteste Druckverfahren und wird in der Regel beim Buchdruck verwendet. Der Bedruckstoff wird mit dem Tiegel und grosser Kraft auf eine flache Druckformplatte gedrückt, so dass die Farbe übertragen werden kann. Das dieses Schema mittlerweile fast ausschliesslich nur noch in Tiegeldruckpressen Anwendung findet, liegt in der notwendigen Kraftanstrengung bei grösseren Flächen und dem relativ teuren Bedruckstoff.

„Mit der Entwicklung der Stoppzylinderpresse wurde das Prinzip flach gegen rund der Kupferdruckpresse, die bis dahin nur im Tiefdruck möglich war, auf den Hochdruck übertragen“, erklärt Beat Amhof, Inhaber des Schweizer Druckspezialisten Serilith AG.

Bei diesem Schema erfolgt der Anpressdruck auf den Bedruckstoff durch die Drehbewegung des Zylinders über die Druckform, was zu einer höheren Geschwindigkeit führt und bei grösseren Formaten eingesetzt werden kann als bei Prinzip flach gegen flach.

„Aus diesem Grund kommt das Schema besonders im Zeitungsdruck zur Anwendung“, erklärt Beat Amhof.

Beim Flexodruck und dem Rakeltiefdruck wird das Prinzip eines Gegendruckzylinders verwendet, der entweder als Bogen oder Rolle an den Formzylinder gepresst und so bedruckt wird. Ein Abstoppen, Zurückfahren oder Wiederbeschleunigen, wie bei flachen Druckformen, ist bei diesem Schema nicht mehr notwendig. Man unterscheidet die Druckformen nach dem Verhältnis, in dem die Druckelemente zur Form stehen. Die Lithografie ist das älteste Flachdruckverfahren und wird im Offsetdruck eingesetzt. Die Bildstellen und Nichtbildstellen der Druckform liegen, im Gegensatz zum Hochdruck, annähernd auf einer Ebene.
„Das Hochdruckverfahren eignet sich besonders für den Buchdruck und andere Rollenrotationsdruckverfahren“, beschreibt Amhof. Aus der Grundform entwickelten sich mit dem Letterset und dem Flexodruck weitere Verfahren für die Druckindustrie.

Auf`s Sieb gebannt

Beim Siebdruck handelt es sich um das bekannteste Durchdruckverfahren. Die Farbe wird mit einem wischähnlichen Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe auf das bedruckende Material gedrückt. Der Siebrahmen hält das Gewebe beisammen. „Der Siebdruck eignet sich für unterschiedlichste Materialien und kann sowohl für flache Folien und Plattern, als auch für geformte Objekte, eingesetzt werden“, erklärt Beat Amhof die Vielfältigkeit dieses Verfahrens. Andere Druckverfahren sind der Tampondruck, Frottage und Stempeldruck.

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Ratgeber Druck – Folge 2

Dienstag 19. Januar 2010 von admin

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Hallo,
heute möchte die Artikelserie Ratgeber Druck fortsetzen.
Zum Begriff Drucksachen:
Drucksachen ist ein Sammelbegriff für verschiedene Produkte, die einen Druckprozess durchaufen haben. Die Vielfältigkeit ist dabei so groß, dass wir oftmals gar nicht realisieren, dass wir etwas Gedrucktes vor uns haben. So unterschiedlich die Produkte sind, so mannigfaltig sind auch die Wege zu Ihrer Enstehung.

Wir können dabei unterscheiden:
a) nach der Art des Materials, das bedruckt wird (z.B. Papier, Karton, Stoff, Plastik, Metall, Folie …)
b) nach der Art des Druckverfahrens (Offsetdruck, Digitaldruck, Tintenstrahldruck, Siebdruck, Tampondruck …).

Auch wer sich mit den einzelnen Begriffen nicht so auskennt, wird ahnen, dass dieses Druck-Spektrum nicht von einem einzelnen Produzenten vollständig beherrscht, preisgünstig und in hoher Qualität verwirklicht werden kann.
Diese Aussage werde ich in weiteren Folgen näher analysieren und begründen und daraus eine Strategie ableiten, wie man sich in der Welt der Drucksachen besser zurechtfindet und dieses Wissen optimal ausnutzt.

Übrigens habe ich auf der rechten Seite meines Blogs die Möglichkeit eingerichtet, sich bei Interesse für das in Vorbereitung befindliche eBook “Ratgeber Druck” unverbindlich anzumelden.
Gern können auch Probleme eingebracht werden, die bei der inhaltlichen Erstellung Berücksichtigung finden sollen.
Bis demnächst
Euer Berndt Preidel

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