Ratgeber Druck

Über Drucken und Druckereien …

Datenaustausch zwischen Programmen zur Druckdatenerstellung

Dienstag 22. Oktober 2013 von admin

{lang: 'de'}

In einem früheren Artikel habe ich dargestellt, dass zur qualitativ hochwertigen Produktion von Druckerzeugnissen mehrere Programme erforderlich sind.
Neben einer Bildbearbeitungssoftware und einem Grafikprogramm ist ein separates Layoutprogramm sinnvoll.

In einem Bildbearbeitungsprogramm lassen sich Fotos in Hinsicht Farbe und Kontrast optimieren, auf die gewünschte Größe zuschneiden, Bildfehler entfernen, die erforderliche Auflösung und der für den Druck erforderliche Modus (CMYK) einstellen.
Nach wie vor halte ich dabei Adobe Photoshop für das Beste in dieser Hinsicht. Fotos stammen heutzutage fast ausschließlich von Digitalkameras und werden in der Regel als JPEG-Bilder importiert. Als Ausgabeformate stehen unter Photoshop im wesentlichen PSD, TIFF und JPEG zur Verfügung.

Das PSD-Format sichert alle unter Photoshop getroffenen Einstellungen und sollte daher als Datensicherung Verwendung finden. Für die Einbindung von Fotos in Grafik- oder Layoutprogramme wird meist das TIFF-Format benutzt. Auch hier lassen sich zum Beispiel Ebenen mit abspeichern, so dass nachträgliche Korrekturen möglich sind. Die Dateigröße kann dabei je nach Größe des Bildes und der Auflösung beträchtlich sein. Eine Reduzierung ist mittels Bildkomprimierung (Option beim “Speichern unter”) realisierbar. Dazu sollte die verlustfreie Methode “LZW-Komprimierung” gewählt werden.
Beim Abspeichern als JPEG ist zu beachten, dass die Komprimierung nicht verlustfrei erfolgt. Je stärker komprimiert wird, um so eher treten sogenannte Artefakte (Schlieren, Kantenungenauigkeiten etc.) auf. Unter “JPEG-Optionen” beim Abspeichern sollte daher mindestens die Qualität 9 gewählt werden. Zu beachten ist auch, dass ein mehrfaches Speichern des gleichen Bildes als JPEG zu ständiger Verschlechterung der Bildqualität führt. Es ist daher empfehlenswert, das Bild zunächst als PSD oder TIFF abzuspeichern, um bei einer späteren Nachbearbeitung auf das verlustfreie Format zurückgreifen zu können. Dieses Archivbild sollte auch im RGB-Modus belassen werden, da ein mehrfaches Transformieren zwischen RGB und CMYK mit Farbverlusten einhergeht, da die Arbeitsräume der Farbsysteme nicht identisch sind.

diedruckerei.de - Online Druckerei für Offsetdruck und Digitaldruck

Die Einbindung von Bildern in ein Layoutprogramm ist somit bei Beachtung der vorgenannten Hinweise relativ unproblematisch. Bei PageMaker erfolgt dies über den Befehl “Positionieren”. Empfehlenswert vor allem bei umfangreichen Drucksachen ist es, die Bilder nicht in das Layoutprogramm einzubetten, sondern sie extern zu verknüpfen. Dadurch wird nur eine Vorschauversion des Bildes in die Layoutdatei aufgenommen, die dadurch nicht so unheimlich in ihrer Dateigröße aufgebläht wird. Außerdem ist eine einfache Aktualisierung des Bildes nach einer nachträglichen Bearbeitung des Fotos möglich, ohne dass das ursprüngliche Bild gelöscht und das  bearbeitete neu positioniert werden muss. Allerdings ist bei Verwendung der Verknüpfungsoption strikt darauf zu achten, dass die Pfadinformationen zu den Speicherorten der Bilder erhalten bleiben. Also keine Bilder löschen oder in andere Ordner verschieben, solange noch keine endgültige Druckdatei erzeugt worden ist!
Zur Einbindung von in einem Grafikprogramm erzeugten Vektordaten in ein Layoutprogramm wird ein späterer Artikel berichten.

{lang: 'de'}

Popularity: 1% [?]

Kategorie: Allgemein, Drucken, Immer aktuell | Keine Kommentare »

Ratgeber Druck – Bildbearbeitungsprogramme – Photoshop

Donnerstag 21. Oktober 2010 von admin

{lang: 'de'}

Ratgeber Druck – Bildbearbeitungsprogramme – Photoshop

Bildbearbeitungsprogramme spezialisieren sich auf Rastergrafiken (auch Pixel-Grafiken oder Bitmap-Grafiken genannt) und dienen der Erstellung, Verbesserung, Veränderung und Manipulation digitaler Bilder.

Im Bereich der professionellen Bildbearbeitung (Druckvorstufe) ist das Programm Photoshop von Adobe Marktführer. Photoshop ist Teil der Adobe Creative Suite, einer Sammlung von Grafik- und Designprogrammen und wie die meisten anderen Adobe-Anwendungen für Mac OS X und Microsoft Windows verfügbar.

Die neueste Version ist CS5 und kostet im Adobe Online Store ca. 1.000,- Euro, die Extented Version (mit 3D-Bearbeitung, Animations- und Videofunktionen sowie präzisen Mess-, Zähl- und Protokollierungswerkzeugen für detaillierte Bildanalysen) ca. 1.400,- Euro.

Ich verwende noch die Version 7.0, die über die wichtigsten Funktionen für die optimale Aufbereitung von Bildern für die Druckvorstufe verfügt und vom Funktionsumfang für Einsteiger, Gelegenheitsbearbeiter und Fortgeschrittene völlig ausreichend ist. Diese Version ist bei eBay für deutlich unter 100,- Euro zu haben.

Nachfolgend einige wichtige Eigenschaften:

• Ebenen: Verschiedene Bildelemente können wie auf  Transparentfolien übereinander angeordnet werden. Die einzelnen Elemente werden auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet und einzeln bearbeitet. Ebenen können gesperrt werden, um versehentliches Bearbeiten oder Löschen zu verhindern. Durch Austauschen von Ebenen werden Objekte in den Vordergrund oder Hintergrund verschoben.

• Farbmodus und Farbtiefe: Man kann ein Bild in einen gewünschten Farbmodus bzw. Bildmodus umwandeln. Man unterscheidet die Modi: Bitmap, Graustufen, Duplex, Indizierte Farben, RGB, Lab und CMYK. Je nach Farbmodus erhält man eine unterschiedliche Farbtiefe (8 Bit oder 16 Bit pro Kanal).

Filter: Bilder können mit vielfältigen Grafikfiltern bearbeitet und verfremdet werden: häufig verwendet werden Unschärfe- und Schärfefilter (z. B. Kantenschärfung). Filter mit eher künstlerischen Effekten sind zum Beispiel Reliefeffekte, Beleuchtungseffekte, Schatteneffekte, Weichzeichner. Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Erweiterung von Grafikfiltern durch Plug-Ins.

• Protokollpalette: In der Protokollpalette können Sie mehrere Schritte rückgängig machen oder wiederherstellen. Sie können auch einen Schnappschuss, also eine Momentaufnahme des Bildes in der Palette speichern und weiter mit dem Bild experimentieren. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, arbeiten Sie einfach mit dem Schnappschuss weiter.

• Reparatur-Pinsel: Mit diesem Pinsel können mühelos Staub, Kratzer und andere Makel entfernt werden.

• Auswahl-Werkzeuge: Photoshop bietet vielfältige Möglichkeiten zum Auswählen von Formen. Sie können rechteckige oder elliptische Formen auswählen, magnetische Auswahlwerkzeuge einsetzen, die sich an Elementenkanten automatisch ausrichten, bis hin zum Zeichenstift, mit denen Formen exakt definiert werden können.
Mit dem Zauberstab können Sie Bereiche in einem Bild mit einer bestimmten Farbe auswählen.

• Exaktes Maskieren: Mit Masken können Sie Bildteile ausblenden bzw. schützen, während Sie andere Farben, Filter oder Effekte auf übrige Bereiche anwenden.

• Beschneidungspfad: Mit einem Beschneidungspfad schneiden Sie ein Element aus dem Hintergrund aus, ohne dass dabei das Originalbild verändert wird. Bei der Platzierung eines solchen Bildes in einem Layoutprogramm erscheint dann das Element ohne Hintergund, d. h. der Hintergrund ist dann transparent.

• Scharfzeichnen von Bildern: Mit dem leistungstarken Filter „Unscharf maskieren” können Sie Ihre Bilder scharfzeichnen. Dabei werden die Kanten von Objekten geschärft, ohne an den Flächenstrukturen etwas zu ändern. Ergebnis ist ein subjektiv wesentlich schärferes Bild.

• Kontaktabzüge: Exportieren Sie automatisiert einen ganzen Ordner mit Bildern auf eine einzelne Seite, um Bilder problemslos zu katalogisieren, in der Vorschau anzuzeigen und zu drucken.

• Malwerkzeuge: Mit den leistungsstarken Malwerkzeugen können Sie traditionelle Maltechniken wie Kohle, Pastell, Aquarell u. a. simulieren.

• Ebeneneffekte: Schatten, Schein, abgeflachte Kanten, Reliefeffekte und vieles mehr – mit „Ebenenstil” können Sie Ebenen einfach und schnell mit dreidimensionalen Effekten versehen.

• Transformationswerkzeuge: Skalieren, drehen, verzerren oder neigen Sie Bilder im Handumdrehen.

• Bearbeitbarer Text: Mit dem Textwerkzeug können Sie Texte in Ihr Bild einfügen. Scharfe Vektorkanten bleiben im Text erhalten und der Text kann solange weiterbearbeitet werden, bis Sie ihn rastern (z. B. ein Filter anwenden oder die Ebenen reduzieren).

• Aktionen: Automatisieren Sie Routineaufgaben wie die Stapelverarbeitung, indem Sie die Schritte als Aktion aufzeichnen und später auf andere Projekte anwenden.

Damit ist der Leistungsumfang von Photoshop natürlich noch nicht annähernd umfassend dargestellt, aber ich denke es ist deutlich geworden, das es sich um eine mächtige Software handelt, die auch in einer älteren Version zu 99 % das bietet, was man in punkto Bildbearbeitung braucht.

{lang: 'de'}

Popularity: 3% [?]

Kategorie: Drucken, Immer aktuell | Keine Kommentare »

Video-Tutorial zu Photoshop

Donnerstag 11. Februar 2010 von admin

{lang: 'de'}

 

Photoshop Tutorial – Fehlerhafte Digitalaufnahmen in Photoshop korrigieren.

Hallo,
Voraussetzungen für einen ordentlichen Druck sind unter anderem korrekt aufgenommene Fotos. Aber wie leicht passiert es in der Eile, dass man die richtigen Einstellungen bei der Aufnahme versäumt.
Wer denkt schon daran, z. B. bei Innnenaufnahmen unter Kunstlicht den Weißabgleich richtig einzustellen. Die Folge sind unschöne Farbverfälschungen der aufgenommenen Objekte.
Gerade im Innenbereich hat man auch nicht immer die Möglichkeit, die optimale Aufnahmeposition zu wählen. Resultat sind oftmals stürzende Linien senkrechter Objekte.

Glücklicherweise gibt Photoshop mit seinen vielseitigen Möglichkeiten.
Das Video Tutorial demonstriert, wie man fehlerhafte Aufnahmen mit der Digitalkamera in Photoshop korrigiert. So werden stürzende Linien korrigiert und Farbverfälschungen durch fehlerhaften Weißabgleich rückgängig gemacht.

Vielleicht hilft es einigen Fotojägern, missglückte Bilder zu retten.

Euer Berndt Preidel

Hier kann man sich das Video ansehen:

Video-Tutorial zu Photoshop

{lang: 'de'}

Popularity: 1% [?]

Kategorie: Drucken, Immer aktuell | Keine Kommentare »