Ratgeber Druck – Layoutprogramme
Freitag 13. August 2010 von admin
Von großem Vorteil ist auch ein perfektes Zusammenarbeiten mit den anderen Programmen von Adobe wie z. B. Photoshop, Illustrator oder Acrobat.
• Sie können einen entsprechenden Satzspiegel einrichten, d. h. nach Wahl des jeweiligen Formates der Layoutdatei, Spalten anlegen, innerhalb dessen die Texte einfließen können oder die Bilder platziert werden.
• Sie können sogenannte Standardseiten anlegen, die Elemente enthalten, die auf allen Seiten des Druckobjektes erscheinen sollen, wie z. B. ein Logo, ein Slogan oder ein bestimmter Hintergrund. Sie können auch mehrere unterschiedliche Standardseiten anlegen, die Sie dann den jeweiligen Inhaltsseiten zuweisen können, womit man viel Zeit spart und gesichert ist, das die gewünschten Elemente auch immer exakt an der selben Stelle erscheinen.
• Sie können Textblöcke miteinander verketten, so dass ein später eingefügtes Bild im Text dafür sorgt, dass aller nach dem Bild vorhandener Text sich automatisch weiter nach hinten verschiebt und damit nicht das gesamte Layout überarbeitete werden muss.
• Sie können Text automatisch um Bilder herumlaufen lassen, wobei verschiedene Optionen wählbar sind.
• Sie können Bilder einfügen (nennt sich hier: positionieren), indem Sie sie nur mit der Originaldatei verknüpfen. Das hat den großen Vorteil, dass in der PageMaker-Datei nur ein niedrig aufgelöstes Vorschaubild abgelegt wird, was bei umfangreichen Dokumenten ein zügiges Arbeiten auch auf nicht-high-end-Computern ermöglicht.
Außerdem können im späteren Verlauf geänderte Originalbilder, z. B. ein Helligkeits- oder Kontrastkorrektur im Bildbearbeitungsprogramm, durch einen Mausklick in der PageMaker-Datei aktualisiert werden, ohne dass ein mühsehliches Entfernen und Wiederneueinfügen erforderlich ist.
• Sie können automatisiert Inhaltsverzeichnisse bzw. Indizes erstellen lassen.
• Sie können eine Rechtschreibprüfung durchführen lassen.
• Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Programmteil Adobe Table kann man Tabellen erstellen und diese dann in PageMaker einfügen. Das ist z. B. sehr vorteilhaft bei der Gestaltung von Katalogen, wenn übersichtlich Artikelnummer, Bezeichnung, Beschreibung, Preis etc. in Tabellenform neben Bildern dargestellt werden sollen.
• Schließlich kann man aus PageMaker heraus Postscript-Dateien erstellen, die nach einer Konvertierung mittels Adobe Destiller zu sehr sauberen PDF-Druckdateien umgewandelt werden können. Hierzu jedoch in einem späteren Artikel näheres.
Für diesen Fall muss also ein separates Grafikprogramm verwendet werden. Die darin erstellten Dateien müssen in einem mit PageMaker kompatiblen Format (z. B. TIFF oder EPS) abgespeichert und dann positioniert werden.
In PageMaker kann man auch keine richtige Bildbearbeitung betreiben, somit wird auch ein separates Bildbearbeitungsprogramm benötigt. Ausnahmen: Graustufenbilder können hinsichtlich Helligkeit und Kontrast direkt geändert werden. Durch Einbindung von sogenannten Plugins können auch unmittelbar bestimmte Effekte auf Bilder angewendet werden. Ich empfehle aber, Bildbearbeitung immer in einem Bildbearbeitungsprogramm und nicht in PageMaker direkt durchzuführen, weil man so eine bessere Kontrolle über das spätere Druckergebnis besitzt, da die Darstellung von Bildern in PageMaker im CMYK-Modus sehr von der tatsächlichen Farbausgabe abweicht.
Auch aus anderen Programmen gewohnte Effekte, wie z. B. Text mit Schlagschatten hinterlegen, sind in PageMaker nicht verfügbar. Auch hier hilft nur der Import entsprechender Grafiken aus einem Grafikprogramm.
Natürlich kann man in der Kürze nicht alle Vorteile und Besonderheiten eines so umfangreichen Programmes darstellen. Es kam mir an dieser Stelle darauf an, die wesentlichen Eigenschaften eines reinen Layoutprogrammes darzustellen und damit eine Entscheidungshilfe für die eventuelle Auswahl eines solchen Programmes für ein entsprechendes Layoutprojekt anzubieten.
Ein weiteres Programm, das ähnliche Eigenschaften aufweist und aus dem Mac-Bereich entstammt aber auch für Windows verfügbar ist, ist Quark XPress. Es gehört heute neben Adobe InDesign zu den führenden Layoutprogrammen. Seine Funktionsvielfalt ist noch wesentlich höher als die von PageMaker, liegt aber auch im Preis weit darüber.
Hier noch zwei Hinweise: Wenn Sie PageMaker auf der Adobe-Webseite etwas näher kennenlernen wollen, dann müssen Sie auf www.adobe.de in der Suchmaske den Begriff „PageMaker” eingeben, da das Programm unter Produkte und Lösungen nicht mehr gelistet wird. Sie können sich auch eine kostenlose 30-Tage Testversion herunterladen und damit das Programm ausführlich ausprobieren. Und wie schon gesagt, können Sie ja versuchen, das Programm eventuell auch gebraucht günstig zu erwerben.in
Auf http://8.quark.com/de/ können Sie sich eine 60-Tage Testversion der neuesten Version von Quark XPress herunterladen (siehe Downloads) und damit auch dieses Programm ausführlich kennenlernen.
Abschließend noch ein Hinweis:
Über den Umgang mit Layoutprogrammen, Grafikprogrammen und Bildbearbeitungssoftware, entsprechende Tipps und Tricks erfahren Sie mehr in meinem e-Book “Ratgeber Druck”, der sich zur Zeit in Vorbereitung befindet. Haben Sie Interesse an näheren Informationen hierzu, können Sie sich auf der rechten Seite oben “In Vorbereitung” einklicken!
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 13. August 2010 um 11:11 und abgelegt unter Drucken, Immer aktuell. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.










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