Ratgeber Druck

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Grafikprogramme – mein Favorit: CorelDraw

Dienstag 21. September 2010 von admin

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Ratgeber Druck Teil 4 – Grafikprogramme

Grafikprogramme dienen in erster Linie dazu, Grafiken wie z. B. Logos zu erstellen, die dann in entsprechende Dokumentationen eingebunden werden. Natürlich kann man sie auch direkt für Layoutzwecke nutzen, wodurch ein extra Layoutprogramm überflüssig werden kann, wenn man entsprechende Beschränkungen beachtet. Diese liegen insbesondere darin, dass sehr umfangreiche Dokumente mit vielen Seiten in einem Grafikprogramm nur schwer beherrschbar sind und Seitenaufrufe sowie Speichervorgänge mit wachsender Seitenzahl ziemlich zeitintensiv werden.

Von einigen speziellen Malprogrammen abgesehen, halte ich folgende Grafikprogramme für die derzeit führenden: CorelDraw, Adobe Illustrator und Makromedia Freehand. Einen guten Überblick über sehr viele am Markt vorhandenen Programme bietet http://de.wikipedia.org/wiki/Grafik-Software .

Grafikprogramme arbeiten grundsätzlich vektororientiert, d. h. Vektorgrafiken basieren anders als Rastergrafiken nicht auf einem Pixelraster, in dem jedem Bildpunkt ein Farbwert zugeordnet ist, sondern auf einer Bildbeschreibung, die die Objekte, aus denen das Bild aufgebaut ist, exakt definiert. So kann beispielsweise ein Kreis in einer Vektorgrafik über Lage des Mittelpunktes, Radius, Linienstärke und Farbe vollständig beschrieben werden; nur diese Parameter werden gespeichert. Im Vergleich zu Rastergrafiken lassen sich Vektorgrafiken daher oft mit deutlich geringerem Platzbedarf speichern und beliebig skalieren (vergrößern, verkleinern), ohne dass Objektinformationen verloren gehen oder sich die Darstellung verschlechtert. Nachfolgend ein Beispiel für die unterschiedliche Darstellung von Vektor- und Pixelgrafiken bei der Vergrößerung.

vektor_pixel

llustrator und Freehand werden häufig von Grafikprofis genutzt. Für den Einsteiger, Gelegenheitsanwender oder „Semiprofi“ möchte ich persönlich CorelDraw empfehlen, weshalb ich im folgenden näher auf dieses Programm eingehe.

CorelDraw hat den Vorteil, dass es sehr intuitiv ohne längere Einarbeitungsphase bedient werden kann und eine insbesondere auf Windows-Systemen verbreitete Grafiksoftware-Sammlung darstellt.

Vertrieben wird CorelDraw als komplettes Paket (Graphics Suite) zur Grafikbearbeitung und enthält deshalb in der aktuellen Version X5 unter anderem folgende Komponenten:

• CorelDRAW, ein Vektorgrafikprogramm

Corel Photo-Paint zur Bildbearbeitung

• Corel CAPTURE für Screenshots

• Corel PowerTRACE zur Vektorisierung von Rastergrafiken

• Bitstream Font Navigator zum Verwalten der Schriftarten auf dem  Computer

• Barcode-Assistent

• Bibliotheken von Cliparts und Schriftarten.

In den Versionen 10–12 lag zudem noch Corel R.A.V.E. zur Erstellung einfacher Flash-Animationen bei.

Wer sich eine ältere gebrauchte Version von CorelDraw zulegen möchte, dem empfehle ich die Version 11. Sie enthält alle wesentlichen Komponenten, deren vollen Funktionsumfang selbst Profis nicht ausschöpfen und arbeitet sehr zuverlässig. Bei eBay ist CorelDraw 11 bereits unter 20 Euro erhältlich, die Vollversion für CorelDraw X5 kostet teilweise über 600 Euro! Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher auch auf die Version 11.

Diese Version hat auch den großen Vorteil, dass man Mengentext mit einem einfachen Mausklick in Kurven umwandeln kann, ohne dass dabei die Formatierungen, z. B. gesetzte Tabulatoren, verloren gehen. Viele Druckereien fordern diese diese Umwandlung bei der Erstellung von Druckdateien, worauf ich in einem späteren Artikel noch näher eingehen werde. Die vorhergehenden Versionen beitzen diese Eigenschaft nicht.

Ansonsten erhält man mit CorelDraw wirklich ein ganzes Softwarepaket (inklusive einer vollwertigen Bildbearbeitung!), was ebenfalls einen nochmaligen Mehrwert darstellt. Außerdem ist in dieser Version noch Corel R.A.V.E. enthalten, womit man Flash-Animationen für das Internet erstellen kann.

(wird fortgesetzt)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 21. September 2010 um 09:38 und abgelegt unter Drucken, Immer aktuell. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

5 Kommentare über “Grafikprogramme – mein Favorit: CorelDraw”

  1. ultracolor schrieb:

    Ich benutze Corel hauptsächlich für Zeichnungen, weil es sehr übersichtlich und „handlich“ ist, die Bemaßung super funktioniert und Formen intuitiv bearbeitet werden können. Satz und Layout lieber in Indesign oder Illu.

    Grüße

  2. Cliff Trubey schrieb:

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  3. Goldbarren Kaufen schrieb:

    Bin auch ein großer Fan von CorelDraw, wobei ich auch Adobe Illustrator nicht verachten würde! Beide sind sehr gut für das Erstellen von Vektorgrafiken geeignet, die man für T-Shirts und Co. perfekt benutzen kann.

  4. Cori schrieb:

    Bin zwar nur ein Laie, aber versuche mich gerade zu informieren und bin dabei hier drüber gestolpert:
    http://www.trotec-leipzig.de/blog/corel-draw-vs-adobe-indesign-adobe-illustrator/1360/

    Werden da nicht irgendwie Äpfel mit Birnen verglichen? Oder kennt ihr einen umfangreicheren, detaillierteren Vergleich? Tappe da gerade noch etwas im Dunkeln…

    Grüße

    Cori

  5. admin schrieb:

    Es kommt immer darauf an, was man vorhat. Geht es hauptsächlich um die Gestaltung im Bereich weniger Seiten, würde ich CorelDraw den Vorrang geben, auch weil es einfach intuitiver bedienbar ist. Umfangreiche Prospekte oder Kataloge sind dagegen mit CorelDraw kaum machbar, hier empfehlen sich die Produkte von Adobe. Auch weil InDesign und Illustrator perfekt zusammenarbeiten. Bei Verwendung von CorelDraw als Grafikprogramm erfordert einen Export der erzeugten Grafiken, z. B. als EPS, um diese dann in InDesign zu importieren. Ebenfalls machbar aber komplizierter.

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