Ratgeber Druck

Über Drucken und Druckereien …

Druckervielfalt erfordert Entscheidungshilfen

Mittwoch 19. März 2014 von admin

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Drucker sind periphere Geräte, mit deren Hilfe auf Computern, mobilen Endgeräten oder Datenträgern gespeicherte digitale Informationen dauerhaft auf stofflichen Trägermaterialien visuell sichtbar gemacht werden.
In diesem Artikel geht es dabei nicht um Drucktechnik für Massenware, also z.B. Offset- oder Siebdruck, sondern um Drucker für den privaten oder Bürobedarf.

In diesem Bereich finden hauptsächlich nachfolgende Druckertypen Anwendung: Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker und Laserdrucker.
Jeder dieser Druckertypen verfügt über spezifische Vor- und Nachteile, die man kennen sollte, bevor man sich zum Kauf entschließt.
Wichtigste Kriterien für die Auswahl des geeigneten Druckers sind:
– der Anschaffungspreis
– die Anzahl der zu bedruckenden Seiten pro Monat
– die Kosten für Verbrauchsmaterialien
– brauche ich Farbausdrucke oder genügt s/w-Druck?
– welche Druckmedien möchte ich bedrucken ?
– über welche Anschlussmöglichkeiten soll der Drucker verfügen (Netzwerk, WiFi, USB, Speicherkarten, …) ?
– möchte ich nur drucken oder soll das Gerät auch Kopieren Scannen und Faxen beherrschen ?

Nachfolgend einige Tipps bezüglich der oben genannten Druckertypen:

1. Nadeldrucker
Nadeldrucker übertragen durch das Anschlagen von matrixförmig angeordneten Nadeln  auf ein Farbband entsprechende Druckpunkte auf das Papier. Sie sind in der Anschaffung und bezüglich des Verbrauchsmaterials preiswert. Ihr Einsatz ist vor allem für den Druck mit Durchschlägen sinnvoll oder wenn Endlospapier verwendet werden soll. Ihre Nachteile bestehen in der Beschränkung auf Texte und einfache Grafiken, der geringen Druckgeschwindigkeit und die hohe Lärmbelästigung. Für Farbausdrucke in Fotoqualität sind sie nicht geeignet.

2. Tintenstrahldrucker
Hier erfolgt der Druck über feinste Farbtröpfchen, die über Düsen auf das Papier aufgesprüht werden. Die Anschaffungskosten liegen auch für Multifunktionsgeräte (Drucken, Scannen, Kopieren, Faxen) recht niedrig.
Sie arbeiten im mittleren Tempobereich, sind flüsterleise im Betrieb und sind von der Anbindung in bestehende Computersysteme in allen Variationen zu haben. Auch von den Bedrucktmaterialien ist ein breites Spektrum bis hin zu Kartonstärken und Folien einsetzbar. Allerdings kann es Einschränkungen hinsichtlich der Papierqualitäten geben. Oftmals sind hier speziell beschichtete Papiersorten erforderlich. Tintenstrahldrucker können sehr hochwertige Farbausdrucke mit brillanter Farbdarstellung erzeugen.
Die Kosten für die Nachrüstung von Tintenpatronen sind relativ hoch und können den Anschaffungspreis eines einfachen Tintenstrahldruckers erreichen. Bei der Auswahl eines Tintenstrahldruckers sollte man daher darauf achten, ob nur die reinen Farbpatronen oder der gesamte Druckkopf gewechselt werden muss und ob sich einzelne Farben austauschen lassen oder eine Kombipatrone mit mehreren Farben gewechselt werden muss.
Werden monatlich nur sehr wenige Seiten bedruckt, so besteht die Gefahr der Austrocknung der Farbdüsen, was zeit- und farbraubende Reinigungsvorgänge oder gar Ersatz des Druckkopfes erforderlich macht.

3. Laserdrucker
Laserdrucker arbeiten mit Toner aus feinsten festen Farbstoffteilchen, der über eine belichtete Bildtrommel mittels Wärmefixierung auf das Papier aufgebracht wird. Die Geräte sind daher in der Regel kompakter als die vorgenannten Drucker. Sie arbeiten ebenfalls sehr leise und sind für höhere Druckauflagen mit gehobenen Qualitätsanforderungen prädestiniert. Die Ausdrucke sind wasserfest. Die Anschaffungskosten sind in letzter Zeit selbst für Farblaserdrucker deutlich gesunken. Da Tonerpatronen für den Druck vieler Seiten ausgelegt sind, halten sich die Verbrauchskosten in Grenzen. Der Toner bleibt über viele Jahre verwendungsfähig. Zu beachten sind eine gewisse Feinstaub- und Ozonbelastung, die bei modernen Druckern allerdings weit unter den zulässigen Grenzwerten liegen.

Aus den vorgenannten Tatsachen wird ersichtlich, dass die Verbrauchsmaterialien einen wesentlichen Kostenfaktor darstellen.
Mit einem Druckkostenrechner lassen sich die Druckkosten verschiedener Druckertypen berechnen und daraus eine eventuelle Entscheidungshilfe ableiten.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass nicht nur mit Originaltinten- oder Tonerpatronen eine hohe Druckqualität gewährleistet werden kann. Ohne Qualitätseinbuße können beispielsweise mit kompatiblen Produkten anderer Hersteller wesentliche Kosteneinparungen erzielt werden. Das gleiche trifft auf die Verwendung von professionell recycelten Tonerkartuschen oder Tintenpatronen zu, die wiederaufbereitet und neu befüllt werden. Allerdings sollte man sich hierzu einen Partner seines Vertrauens suchen, der durch seine Erfahrungen und umfassende Branchenkenntnis höchste Qualität und Kompatibilität bei einem breiten Tinten- und Tonerangebot garantieren kann.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 19. März 2014 um 15:14 und abgelegt unter Drucken, Immer aktuell. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Druckervielfalt erfordert Entscheidungshilfen”

  1. Chris schrieb:

    Die Liste der Auswahlkriterien sollte standardmäßig in der Druckerabteilung jedes größeren Elektronik Marktes ausliegen 😉 Manchmal lohnt es sich eben doch, anfangs etwas mehr zu investieren, um dann 2 Jahre lang (mindestens) Ruhe und ein Gerät zu haben, mit dem man rundum zufrieden ist. Informative Texte und ausführliches Bloggeschehen. Gefällt mir! Viele Grüße

  2. Jasmin schrieb:

    Ich kann gebrauchte Laserdrucker nur weiterempfehlen – nicht vergessen vorher zu schauen, was denn Refill-Toner kosten. Man kann eine ganze Menge sparen und vor allem sind die älteren Drucker oftmals viel langlebiger und stabiler!

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